Beruflich erfolgreich 2.0: Personal Branding und Corporate Influencer

Corporate Influencer und Personal Branding sind zwei Begriffe, die oft in einem Satz genannt werden. Vor allem im Bereich Social Media und auf der Business-Plattform LinkedIn spielen beide Taktiken fürs Markenmanagement und die Unternehmenskommunikation heute eine große Rolle – und können sich gegenseitig ergänzen. Die Botschaften, die Corporate Influencer verbreiten, werden durch ihre individuelle Glaubwürdigkeit verstärkt. Und die wird oft durch erfolgreiches Personal Branding aufgebaut.

Anders gesagt: Wer Corporate Influencer sagt, sollte auch Personal Branding sagen. Denn es hilft ungemein. Doch vor allem wenn der Begriff Personal Brand fällt, verziehen viele das Gesicht: Ich-Marke, Selbstvermarktung, Eigenmarke – klingt unecht, oberflächlich und selbstverliebt. Spoiler: Damit hat das Ganze per se nichts zu tun.

Aber werfen wir erst mal einen genaueren Blick auf beide Konzepte und finden heraus, was der Unterschied ist, und wie sie sich gegenseitig beflügeln können.

Corporate Influencer – Markenbotschafter:in mit Einfluss

Ob Führungskraft oder Mitarbeiter:in mit einer speziellen Expertise: Corporate Influencer kann jede:r sein. Und er oder sie muss dafür theoretisch noch nicht mal das Haus verlassen, sondern kann einfach die digitale Reichweite der sozialen Netzwerke nutzen.

Corporate Influencer kommunizieren die Werte und Botschaften von Unternehmen und stärken damit auch die Präsenz der Marke. Das funktioniert in der Praxis mit „echten“ Unternehmensbotschaftern oder Markenvertreterinnen einfach besser, als wenn die Marke oder das Unternehmen selbst kommuniziert. Denn Menschen vertrauen bekannterweise lieber anderen Menschen als gesichtslosen Unternehmen.

Corporate Influencer verleihen der Unternehmenskommunikation eine persönliche Note. Sie tragen dazu bei, das Vertrauen in das Unternehmen zu steigern, das Image zu verbessern und das Employer Branding zu unterstützen. Gerade in Social-Media-Kanälen erzielen persönliche Profile außerdem meist eine höhere Reichweite als Corporate Profile – und davon profitiert das Unternehmen.

Personal Branding – authentisch Aufmerksamkeit gewinnen 

Personal Branding ist der Prozess der bewussten Gestaltung und Vermarktung deiner eigenen Identität, Fähigkeiten und Erfahrungen. Dadurch kannst du unter anderem Expertise zeigen, Interesse wecken, sinnvolle Beziehungen aufbauen und deine eigenen Werte vermitteln.

Beim Personal Branding geht es noch mehr um die Individualität einer Person als beim Konzept Corporate Influencer. Und: Die Personal Brand kann auch völlig unabhängig von einem Unternehmen aufgebaut werden. Hat jedoch ein Corporate Influencer eine starke Personal Brand, zahlt das natürlich sehr stark aufs Unternehmen ein. Und eine starke Unternehmensmarke kann die Glaubwürdigkeit eines individuellen Personal Brandings verbessern. Wichtig ist: Wann immer ein Mensch irgendwie zum Gesicht des Unternehmens wird, müssen die Werte übereinstimmen. Dann wirken alle Beteiligten authentisch und glaubwürdig – und das trägt dazu bei, die Community zu überzeugen.

Steve Jobs – Corporate Influencer mit starker Personal Brand

Apple-Mitbegründer Steve Jobs ist ein exzellentes Beispiel dafür. Denkst du an iPods, iPhone oder andere Apple-Produkte, hast du mit hoher Wahrscheinlichkeit auch den Mann im schwarzen Rollkragenpulli vor Augen. Steve Jobs war ein Meister des Personal Brandings und beeinflusste die Art und Weise, wie sein Unternehmen und seine Produkte wahrgenommen wurden, maßgeblich.

Charismatisch präsentierte er Produkte und das Unternehmen und integrierte dabei seine einzigartige Persönlichkeit, seine Visionen und Werte in die Marke Apple.

Sein authentisches Auftreten und seine Fähigkeit, eine loyale Fangemeinde aufzubauen, machten ihn zum Corporate Influencer für Apple. Er verhalf der Marke dazu, zu einem begehrten Marktführer zu werden – mit direktem Einfluss auf einen erhöhten Absatz und Wachstum.

Eine ähnliche Präsenz im Bereich Personal Brand und Corporate Influencer haben zum Beispiel auch Elon Musk für Tesla oder Jeff Bezos für Amazon. Nun bist du vermutlich weder Elon Musk noch Jeff Bezos – warum es sich dennoch lohnt, an deiner Personal Brand zu arbeiten? Schauen wir mal am Beispiel LinkedIn drauf:

Deine Online-Präsenz auf LinkedIn

Hast du dich schon mal selbst gegoogelt? Falls nicht, ist nun der richtige Zeitpunkt dafür. Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit wird dein LinkedIn-Profil dir in den ersten Treffern angezeigt. Das bedeutet: Wann immer jemand deinen Namen in die Suchmaschine eingibt, wird er oder sie mit großer Wahrscheinlichkeit auf deinem Profil im Business-Netzwerk landen.

Es ist in der heutigen digitalen Ära kaum möglich, keine Spuren im Internet zu hinterlassen. Social-Media-Profile, die eigene Website, Erwähnungen in einem Artikel, das Bild auf der Teamseite der Arbeitsstelle – die Suche nach Personen bringt in der Regel Ergebnisse. Nicht alles, was im Netz über uns erscheint, können wir beeinflussen. Umso wichtiger ist es, dort Einfluss zu nehmen, wo wir es können. Denn – ob wir es mögen oder nicht – wir alle sind oder haben eine Personal Brand. 

Deine Marke ist das, was andere Leute über dich sagen, wenn du nicht im Raum bist.

Jeff Bezos

Was Amazon Gründer Jeff Bezos damit so treffend anspricht, ist dass heute jede und jeder einen Eindruck hinterlässt – und beeinflussen kann. Das Konzept des Personal Branding kann deinen persönlichen beruflichen Erfolg und den deines Unternehmens maßgeblich prägen. Besonders auf LinkedIn, dem weltweit führenden Business-Netzwerk mit aktuell über 900 Millionen Mitgliedern, kannst du das Personal-Branding-Potenzial recht einfach für dich nutzen. Klar findet Personal Branding nicht nur auf LinkedIn statt – für den Anfang kannst du deine Ich-Marke auf der Plattform jedoch leicht steuern. Denn du entscheidest, was in deinem Profil steht. 

Du selbst sein und beruflich punkten: 
Personal Branding in Aktion

Denkst du jetzt immer noch: „Bah, ich will nicht prahlen und mit aller Macht auffallen!“? Keine Sorge, darum geht es beim Personal Branding nicht. Es geht schlicht darum, deine einzigartige Persönlichkeit zu zeigen und eine Reputation aufzubauen, die dich bei deinen beruflichen Zielen unterstützt.

Klar: Angeberinnen und Prahler mag keiner – wer aber professionell sein Fachwissen zeigt und sich hilfreich und authentisch präsentiert, der kann viele Ziele leichter erreichen: zum Beispiel den Traumjob finden oder das aktuelle – vielleicht sogar eigene – Unternehmen erfolgreicher machen. Oder in der Branche als Expertin oder Experte wahrgenommen werden. Oder einfach das berufliche Netzwerk um wertvolle Kontakte erweitern und in einen gewinnbringenden Austausch kommen.

Für all diese Ziele bietet gerade LinkedIn eine riesige Bühne, auf der du deine berufliche Persönlichkeit präsentieren kannst. Deine Zielgruppe ist unter den über 150 auf LinkedIn vertretenen Branchen mit Sicherheit vertreten.

Und nicht zuletzt: Mitarbeitende mit einer starken Personal Brand eigenen sich hervorragend als Corporate Influencer. Das macht dich für Unternehmen noch wertvoller, da sie von deiner Reichweite und deinem Einfluss profitieren. Stimmen deine Werte und Visionen mit denen des Unternehmens überein, wirst du als Corporate Influencer mit einer starken Personal Brand zum Unternehmenserfolg beitragen.

Es lohnt sich in jedem Fall, darüber nachzudenken und eine Strategie aufzusetzen, oder? Mehr dazu gibts in Kürze auf dem Oseon-Blog.

Bildquellen: Foto von Vincent Timothy auf Unsplash | Foto von AB auf Unsplash 

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