ITB abgesagt: Wie Sie jetzt ihre Messe-PR retten

Das neuartige Coronavirus und die von ihm ausgelöste Lungenkrankheit Covid-19 haben die Leitmesse der Tourismusbranche, die ITB Berlin, in die Knie gezwungen. Für die Aussteller eine mittlere Katastrophe, nicht nur finanziell, auch kommunikativ. Wir geben praktische Tipps, wie Sie ihr PR-Kampagne zur ITB retten können.

Es wird ruhig unterm Fernsehturm in Berlin. Die ITB Berlin 2020 ist abgesagt. (Photo by Christian Lue on Unsplash)

Noch bevor der Messeveranstalter in Abstimmung mit den zuständigen Bundesbehörden die Absage bekannt gab, waren zahlreiche Aussteller abgesprungen. Ihnen war das Risiko zu groß, zu einer unkontrollierten Verbreitung des Coronavirus beizutragen. Am heutigen Freitagabend dann die offizielle Absage der Tourismusmesse.

Damit ist die ITB Berlin nach dem Mobile World Congress in Barcelona im Februar die zweite Großmesse in Europa, die der Coronavirus-Epidemie zum Opfer fällt. Für Aussteller, Messebauer, Hoteliers und Gastronomie in Berlin bedeutet das herbe finanzielle Verluste.

Für die Aussteller - darunter auch junge Traveltech-Unternehmen - gilt es jetzt, auch die kommunikativen Folgen der Messeabsage abzufedern. Die gute Nachricht: Obwohl Messen wohl nach wie vor der effektivste Weg sind, in kurzer Zeit mit vielen relevanten Stakeholdern - Kunden, Partnern, Investoren und Medien - zu sprechen, es gibt Alternativen. 

RETTEN SIE IHRE ITB-INVESTITION MIT PR

Sie wollten als Aussteller oder Fachbesucher auf der ITB wichtige Neuigkeiten bekannt geben? Keine Panik! Nutzen Sie die kommenden Tage und Wochen weise - und sprechen Sie im Zweifelsfall mit einer PR-Agentur, die Ihnen helfen kann.

Einstweilen finden Sie hier fünf Tipps von Oseon, wie Sie im Gespräch bleiben und sicherstellen, dass Ihre Botschaften, Ihre Technologie und Ihre Neuigkeiten bei den Menschen, auf die es ankommt, auf dem Radar sind.

1. Nutzen Sie die hohe Medienaufmerksamkeit

Die stärkere Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in Deutschland lenkt das Medieninteresse noch stärker als ohnehin schon auf Großveranstaltungen wie die ITB. Ein Blick in die Fachportale der Touristik-Branche wie FVW oder Reisevor9 macht das klar. Nutzen Sie dieses Rampenlicht und bieten Sie Journalisten Alternativen zum Treffen auf der Messe an. Wichtig dabei: sorgfältige Recherche der Kontakte.

2. BIETEN SIE EINEN VIRTUELLEN ROUND TABLE AN

Auch wenn die ITB nicht stattfindet, werden die Journalisten weiter nach Geschichten, Nachrichten und starke Meinungen zu  Branchenthemen Ausschau halten. Jedes Unternehmen, mit dem die Journalisten ein Gespräch arrangiert hatten, wird sich nun jedoch mit ihnen in Verbindung setzen, um telefonische Briefings zu arrangieren. Dies wird zu einer geschäftigen Zeit für die Medien führen, von denen viele sowohl geplante ITB-Briefings als auch informellere Gespräche im Laufe der Veranstaltung gehabt hätten.

Die Lösung? Bündeln Sie Ihr Angebot an die Presse! Sprechen Sie mit Ihren Partnern und Kunden und finden Sie heraus, ob sie bereit wären, an einem virtuellen Round Table per Videokonferenz mit Journalisten teilzunehmen. Wenn Sie Redakteuren mehrere verschiedene Standpunkte und Meinungen zu einem wichtigen Thema oder einer Ankündigung der Branche vermitteln, entsteht eine runde Story, die Ihnen und Ihren Partnern die verdiente Berichterstattung sichern könnte.

3. ENTGEHEN SIE DER NEWS-RUSH-HOUR

Die ITB ist mithin der wichtigste Nachrichtenanlass für die Reisebranche. Viele Aussteller werden deshalb trotz der Absage ihre Meldungen verbreiten wollen und die Aufmerksamkeit der Fachöffentlichkeit und der Reisenden suchen. Doch sollten Sie beim Timing für ihre News bleiben? Ist die Absage der ITB nicht sogar eine Gelegenheit, der Rush Hour zu entgehen und einen neuen Zeitrahmen zu wählen, der Ihnen maximale Aufmerksamkeit sichert?

Wichtig: Bereiten Sie alles, was Sie auf der Messe präsentiert hätten so auf, das Sie es auch per Telefon, Webinar oder eben im Rahmen eine Roundtables präsentieren können.

4. TREFFEN SIE SICH FÜR PRODUKT-LAUNCHES ABSEITS DER MESSEHALLEN

Wenn Sie einen Produkt-Launch zur ITB geplant hatten, verzagen Sie nicht. Sie müssen nicht zwingend in Berlin sein, um die relevanten Medien zusammenzubringen und zum Beispiel Live-Demos zu zeigen. Veranstalten Sie einen Pressetag in Ihren Räumlichkeiten oder laden Sie zu Demos und Networking andernorts ein. Im kleineren Kreis und ohne die Hektik der Messe bleibt so auch mehr Gelegenheit zum intensiven persönlichen Austausch.

Wenn eine solche Veranstaltung für Sie in Frage kommt, halten Sie die ITB-Ankündigungen so lange zurück bis der neue Termin steht. In der aktuellen Unsicherheit über den weiteren Verlauf der Coronavirus-Epidemie ist die Planung nicht einfach. Geben Sie sich ein paar Wochen, bis sich die Situation beruhigt hat.

5. Bringen sie die ITB zu Ihrem Publikum - per Video

Ist ihr Produkt nicht die Reise selbst oder eine Destination, sondern eine Technologie, die der Touristik bei der Digitalisierung hilft, haben Sie eine weitere Option für die PR.

Produzieren Sie eine Produktdemo als Film. Komplett mit den ursprünglich für die Messe vorgesehenen Sprechern, Experten, Partnern, Pilotkunden und so weiter. Mit einer Video-Demo können Sie ihr Traveltech unabhängig von Terminen präsentieren und den relevanten Journalistïnnen eine Zeit sparende Möglichkeit zur Information geben. Eventuell ist so ein Video ja auch als Teil des oben erwähnten Virtuellen Round Tables sinnvoll. 

Kommunikations-kompass Traveltech

Lesen Sie unsere sechs Tipps, was heute erfolgreiche PR und Online-Kommunikation für Traveltechs ausmacht und worauf Fachjournalisten wirklich achten.

Oseon ist Ihre PR-Agentur  für Traveltech

Sie sehen, es gibt mehr als eine Chance, ihren ITB-Auftritt mithilfe moderner PR zu retten. Wenn Sie - auch kurzfristig - dabei Unterstützung brauchen, ist unser Traveltech-Team gern für Sie da. Und wenn sie das nach dem Schock der Messeabsage erst einmal in Ruhe verarbeiten möchten, legen wir Ihnen unseren nagelneuen Kommunikationskompass Traveltech ans Herz.

Dieser Artikel erschien zuerst in etwas anderer Form bei unserer Partneragentur Babel PR in London, die nach der Absage des Mobile World Congress genau vor der gleichen Lage standen wie wir und Sie heute.

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