Kaum eine Branche ist so gespickt mit Akronymen und Anglizismen wie die AdTech-Branche. Kaum ein Markt ist ein solch kontinuierlicher Lieferant neuer Techniken und digitaler Trends wie dieser. In einem tun sich die Anbieter von Werbetechnologie jedoch schwer: Ihre Themen so zu erklären, dass sie auch wirklich für jeden verständlich und nachvollziehbar sind.

dmexco liefert Anstoß

Die Leitmesse der Marketingbrache, die dmexco, wirft wieder einmal ihre immer größer werdenden Schatten voraus. Sie ist ein Gradmesser dafür, welche Themen die Branche aktuell beherrschen und welche Schwerpunkte uns in den nächsten Monaten begleiten werden. Und für viele AdTech-Unternehmen kommt mit der Messe (wie jedes Jahr) die Erkenntnis, „Wir brauchen PR (rund um die dmexco)!“

Das Ansinnen als solches  ist natürlich löblich, es nur auf die dmexco zu beziehen, greift aber zu kurz. Dass PR rund um die Messe immer schwieriger wird, ist keine neue Feststellung. Schließlich buhlen hier immer mehr Aussteller um die Aufmerksamkeit von – im Zweifel – immer weniger Redakteuren. PR rund um eine solche Veranstaltung ist durchaus sinnvoll, wenn man vor Ort etwas Einmaliges zu präsentieren hat. Sei es ein US-amerikanischer Sprecher, der sonst nie nach Deutschland kommt. Ein Produkt, das in Köln Premiere feiert. Oder Kunden am Stand, die Fachjournalisten Rede und Antwort stehen können und wollen. Hat man nichts davon anzubieten, dann sollte man als Technologieanbieter für Onlinewerbung die Messe nutzen, um die Kontakte, die man über das Jahr gepflegt hat, aufzufrischen. Da reicht dann auch ein kurzes Gespräch zwischen Vertriebsterminen und Standparty, bevor jeder zum nächsten Termin hetzt. Eines kann PR zum dmexco-Auftritt jedoch nicht herausreißen: Wenn man versäumt hat, seine Kontakte in die Werbefachpresse langfristig und kontinuierlich zu pflegen. Denn das sind die Hausaufgaben, die jedes AdTech-Unternehmen laufend zu schaffen hat.

Auch das Marketing braucht fortlaufende PR / Bild: pixabay

Strohfeuer machen keine erfolgreiche PR

In schöner Regelmäßigkeit bekommen wir Projektanfragen von Marketingunternehmen, die eine Büroeröffnung bekanntgeben, eine einzelne Case Study platzieren oder eine Personalie im Markt bekanntgeben wollen. Bis auf wenige Ausnahmen lehnen wir solche Projekte ab. Denn was soll da hängen bleiben? Gerade in einem so breiten Markt mit so vielen Playern wie der AdTech-Branche ist PR ein Dauerlauf. Eine einzelne Meldung bringt da vielleicht kurzfristig Aufmerksamkeit. Aber dann? Dann versinkt man ebenso schnell wieder in der Versenkung, wie man aufgetaucht ist. Insbesondere gilt dies für Unternehmen oder Personen, die schlichtweg noch vollkommen unbekannt sind. Denn Beziehungen und Bekanntheit sind im Markt für Werbetechnologie die Zünglein an der Waage zwischen Erfolg und Nichterfolg, vertrieblich wie in der Unternehmenskommunikation.

Wer zum Thema AdTech was zu sagen hat, der muss zunächst die Grundlagen schaffen. Und das heißt überspitzt: Klinkenputzen. Nehmen Sie sich die Zeit, die wichtigsten Redakteure kennenzulernen und ihnen Ihre Sicht auf die aktuellen Themen und Entwicklungen der Branche zu schildern. Nur dann haben Sie die Möglichkeit auch dauerhaft Teil der öffentlichen Diskussionen und Meinungsaustausche der Branche zu sein.

Das bringt mich zum nächsten Thema: Trauen Sie sich, eine klare Meinung zu vertreten!

Themensetzung und Anschlussfähigkeit

Die Schnelllebigkeit der Branche bedarf nämlich einer schnellen und pointierten Kommunikation. Sie müssen in der Lage sein, ihre Meinung genau dann nach außen zu tragen, wenn die Fachdebatte Fahrt aufnimmt. Besser noch, initiieren Sie selbst die Debatte. Das heißt aber auch, dass Sie sich trauen müssen, Ihre Meinung pointiert und offensiv zu vertreten.

Dabei dürfen Sie jedoch nicht vergessen, die Themen und Entwicklungen für Ihre Zielgruppen auch verständlich aufzugreifen und diese anschlussfähig zu machen. Denn oft sind die Menschen, die Sie im digitalen Marketing erreichen wollen, Entscheider im Unternehmen. Selten ist dieser Entscheider jedoch ein fachlicher Spezialist, wie Sie es sind. Wer daher nur auf Buzzwords setzt, ins selbe Horn bläst wie der Rest der Branche oder die Relevanz einer Technologie für das Geschäft seiner Kunden nicht darlegen kann, wird kaum erfolgreich sein.

Sie müssen sich klarmachen, was Ihre Story ist und wie sie bei Ihren Zielgruppen ankommen muss, damit die gewünschte Reaktion ausgelöst wird. Oft hilft es, wenn Sie sich dafür Unterstützung holen. Gern auch von Oseon. Denn PR-Strategieberatung, Botschaftenentwicklung und Themenplanung sind unser tägliches Brot und fester Bestandteil der Arbeit für unsere Kunden.

Am Ende zählt für jedes AdTech-Unternehmen, dass nicht nur seine Technologie die Zielgruppen im Online Marketing präzise adressiert, sondern auch die Fach- und Entscheiderzielgruppen des Unternehmens selbst mit relevanten Inhalten erreicht werden.

Fünf Erfolgsfaktoren für AdTech PR

Hier noch einmal in aller Kürze das Wichtigste aus diesem Beitrag. Erfolgreiche Kommunikationskampagnen für AdTech Unternehmen sind durch die folgenden fünf Faktoren gekennzeichnet:

  1. Zeigen Sie Persönlichkeit! Benennen Sie ein oder zwei Sprecher, die Ihr Unternehmen in Richtung Presse vertreten.
  2. Die AdTech Branche ist ein bewegliches Ziel. Nehmen Sie Trends an, kommentieren Sie schnell und scheuen Sie nicht davor zurück, eine andere Meinung zu haben, insbesondere wenn dies niemand erwartet.
  3. Jeder liebt eine „David gegen Goliath“-Story. Wenn Sie selber kein Goliath sind, dann seien Sie mit Stolz der David!
  4. Seien Sie der nette Geek! Erklären Sie neue Technologien, sodass die Leute beeindruckt sind, jedoch nie eingeschüchtert oder verunsichert.
  5. Wenn Sie nicht eingeladen sind, laden Sie sich selber ein. „Facetime“ schlägt noch immer „Airtime“.

Wenn Sie herausfinden wollen, wie Sie Ihre PR-Strategie zum Dauerläufer machen können, dann sprechen Sie uns an!